Dienstag, September 23, 2008

Tag 7:Oklahoma City - Amarillo

Kadonk Kadonk. Kennt jemand noch die Führerplatten? Aus denen viele Autobahnen bis heute bestehen? Es sieht so aus als hätten sich Adolf und Freunde das Ganze von hier abgeschaut.Vielleicht haben sie Easy Rider gesehen, denn dass Klumpfuß Goebbels (nach dem hier sogar ein Fluss benannt ist: der Wolltihrdentotalen Creek) die Route runtergefahren ist wage ich zu bezweifeln. 

Wir kommen gerade von einem absoluten Route 66 Highlight. Und ich muss gestehen , davon hab ich gestern eins unterschlagen. Die Great round Barn, die ihr sicher schon auf den Fotos entdeckt habt.

Es ist ,wie der Wal, eins dieser Highlight die nur als Highlight durchgehen weil irgendjemand mal angehalten , ein Foto gemacht und dann in einem Route66 Reiseführer veröffentlicht hat. Und seitdem hält jeder Depp an einer für amerikanische Verhältnisse gar nicht so großen Scheune, die darüber hinaus auch noch rund und leer ist. 

Der Tag begann mit einem Frühstück. Das ist ungewöhnlich, denn in der Regel zahlt man dafür immer extra. Heute nicht. Frohen Mutes wankte ich in den Frühstückssaal, der amerikanisch war ,da er einen Fernseher enthielt. Und eine Waffelmaschine. Diese Waffeln konnte man natürlich nicht so essen, daher gab es auch Marmelade. Zumindest stand das auf der Verpackung. Ich beschreibe mal den geschmacksverlauf: Vorfreude auf Erdbeer- süß-süß-süß-süß- Enttäuschung.

Passend zum Wahlkampf besuchten wir Clinton. Tobi konnte Bill nicht finden, ansonsten waren wir positiv überrascht. Wirklich nette Leute.

Als wir das Route 66 Museum Clinton dann verlassen hatten fand Tobi auch seine Rechnung wieder und befestigte Plüschwürfel am Rückspiegel. Seitdem werden wir von Truckern gegrüßt die ähnlich wenig Geschmack beweisen. Aber dazu verweise ich nur auf die Marmelade.

In Texas müssen Deutsche leben. Ob RTL II sie ausgewandert hat oder ob der Ostdeutsche heute allein den Weg aus Chemnitz findet weiß ich nicht. Aufjedenfall kamen sie, sahen das Land und errichteten Windräder. Dieses liefern soviel Energie, dass man sie damit weiterdrehen kann wenn kein Winder mehr bläst.

Nachdem wir nach Shamrock eingefallen waren enttäuschte uns das U drop Inn Cafe. Es war ähnlich belebt wie der restliche Ort, kurzum geschlossen. Mittlerweile haben wir die Great Plains erreicht und bis Amarillo ist es nicht mehr weit. Dort wartet schon „The Big Texan“ auf uns. Eine Lokalität, die unserem „weniger Essen“ Plan voll und ganz entspricht. Sie servieren dort kleine Steaks. Etwa das 72 Unzen Steak ,welches lächerliche 2 Kilo auf die Wage bringt. Wer es innerhalb in einer Stunde isst braucht nicht zu bezahlen.Eine Art Mitleidsrabatt für Europäer. Schließlich isst kein Amerikaner eine Stunde lang ein und dasselbe Steak. 

Nach unserer Walfahrt gestern haben wir uns auch heute wieder noble Ziele gesteakt. Wie der Trucker der mir die Frage nach seinem Ziel wiefolgt beantwortete: Ich fahre gen mais, also nach Texas.

Stunden später sitzen wir jetzt hier in unserem Motel. Der Trick mit dem „Hotel vor dem Hotel buchen“ kam auch heute wieder zum Einsatz. Amarillo kann man getrost vergessen, wäre da nicht dieses Lokal. The Big Texan. So ein Steak hab ich noch nicht gegessen. Eine Köstlichkeit. Gut. Wir haben 90 Dollar gezahlt. Aber Jonas hatte auch 2 Hauptgerichte und dann musste der Herr Gratza auch noch dieses Texaner Bier mit dem lustigen Namen „ZIEGENBOCK“ probieren…

Morgen verlassen wir Texas wieder und schaun mal ob New Mexico wirklich so schön ist… Auf nach Santa Fe , bis dann!

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